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Einzelansicht des gewählten Modellversuchs:
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 | Selbstreguliertes Lernen in Lernfeldern der Berufsschule (segel-bs) | | Anfangsdatum | 01.10.2005 | | Enddatum | 30.09.2008 | | Typ | Verbundmodellversuch | | Beteiligte Bundesländer | Bayern, Nordrhein-Westfalen | | BLK-Programm | Selbst gesteuertes und kooperatives Lernen in der beruflichen Erstausbildung | | Ausgangslage | Selbstreguliertes Lernen wird zunehmend als zentrales Ziel beruflicher Bildung angesehen. Dabei ist es notwendig, dass sich Menschen flexibel, zeitnah und adäquat an neue Gegebenheiten selbst anpassen können was sich v. a. aus einer Beschleunigung der Veränderungsprozesse heraus begründet.
Lernen wird dabei nicht nur als Mittel der Vorbereitung auf Arbeit angesehen, sondern ist selbst Gegenstand von Arbeit. Für die berufliche Ausbildung resultiert hieraus wiederum die Forderung, dass der einzelne Mensch sein jeweils eigenes Lernen reflektieren können muss. Er muss die Fähigkeit besitzen, sich und sein Lernen zu evaluieren und aus dieser reflexiven Haltung heraus muss er in der Lage sein, sich und sein Handeln gezielt zu verändern. Gefordert wird mithin eine Selbstregulationsfähigkeit resp. -kompetenz.
Die Fähigkeit zum selbstregulierten Lernen wird zusehends zur zentralen Aufgabe von Erziehung, wobei selbstreguliertes Lernen sowohl als Voraussetzung und als Ziel angesehen wird. Dieser Aspekt berührt nicht nur die Frage individueller Lernprozesse, sondern wird spätestens seit der PISA-Studie auch als Indikator für die Leistungsfähigkeit von Schule betrachtet.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass Konzepte zum selbstregulierten Lernen originär um eine Integration in fachwissenschaftliche Strukturen bemüht sind. Für eine Integration in das Lernfeldkonzept müssen diese Konzepte adaptiert und modifiziert werden.
| | Zielsetzung | Der BLK Modellversuch Segel-bs ist ein Verbundmodellversuch der Länder Bayern und Nordrhein-Westfalen, der vom Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik (Prof. Sloane) der Universität Paderborn wissenschaftlich begleitet wir. Der Modellversuch zielt dabei auf die Umsetzung selbstregulierten Lernens im Rahmen des Lernfeldkonzepts. Das bayerische Programmelement fokussiert in diesem Zusammenhang folgende Aufgaben:
Primäre Aufgaben:
1. Konzeptionelle Positionierung (Handlungskompetenz, Selbstregulation, usw.), einschließlich Curriculumanalyse
Lernfeldlehrpläne sind offen formuliert. Sie müssen von Lehrkräfteteams konzeptionell aufgearbeitet und im Hinblick auf die jeweiligen schulischen Anwendungszusammenhänge umgesetzt werden. Hiermit sind bildungstheoretische, lerntheoretische sowie umfassende didaktische Festlegungen angesprochen, die von den Lehrenden vereinbart werden müssen. Daher muss ein gemeinsames Bildungs- und Lernverständnis entwickelt werden.
2. Entwicklung eines bildungsgangbezogenen Curriculums, das selbstreguliertes Lernen konzeptionell integriert (Bildungsgangmanagement)
Ein zweiter Schritt besteht darin, die konzeptionellen Vorstellungen umzusetzen. Auf die wechselseitigen Abstimmungsprozesse zwischen Tätigkeitsfeld und Lernfeld, die für die curriculare Analyse notwendig sind, wird hierbei zurückgegriffen.
3. Entwicklung, Implementation und Evaluation von Lernsituationen, die geeignet sind, selbstreguliertes Lernen zu fördern
Auf der Grundlage der unter (1) und (2) beschriebenen Arbeiten sind komplexe Lehr-/Lernarrangements (Lernsituationen) zu entwickeln, umzusetzen und zu evaluieren. Entsprechend den hier dargestellten Überlegungen, soll selbstreguliertes Lernen als Ziel und als Handlungsstrategie in diesen Lernsituationen realisiert werden.
Sekundäre Aufgabe:
Schulentwicklung und -organisation
Schulentwicklung bezieht sich in diesem Zusammenhang auf die Schaffung organisatorischer Voraussetzungen für die Entwicklung und Umsetzung eines lernfeldbezogenen bildungsgangspezifischen Curriculums.
Im Modellversuchsverbund segel-bs wird die Implementation selbstregulierten Lernens im Rahmen lernfeldstrukturierter Ausbildungsberufe exemplarisch in Gesundheitsberufen sowie in den Ausbildungsberufen „Verkäufer/Verkäuferin und Einzelhandelskaufmann/-frau“ erarbeitet.
Modellversuchsträger und wissenschaftliche Begleitung streben eine Übertragung der Ergebnisse bereits während der Modellversuchsverbund-Laufzeit an. Das Transferkonzept sieht hierbei zum einen Übertragungen auf andere Ausbildungsberufe, Schularten und andere Zielgruppen (Jugendliche ohne Ausbildungsvertrag) vor sowie eine überregionale Verbreitung und eine Übertragung in die Lehrerbildung.
Zielsetzung
Generelle Ziele des Modellversuchs sind:
• Entwicklung von Lernsituationen, die geeignet sind, das selbstregulierte Lernen zu fördern
• Erstellung von didaktischen Handreichungen für die Entwicklung von entsprechenden Lernsituationen
• Entwicklung von Konzepten für die Organisationsentwicklung an Schulen
• Erstellung von Instrumenten der Diagnose von selbstreguliertem Lernen
• Hinweise für die Zertifizierung im bestehenden curricularem Rahmen und ggf. Ausweis als Zusatzqualifikation
| | Schwerpunkte: | Personal- und Organisationsentwicklung | | Didaktik und Methodik | | Lehreraus- und -weiterbildung | | Einzelne Berufe oder Berufsfelder | | Modellversuchsträger: | Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München | | | Schellingstraße 155 | | 80797 München | | Tel.: +49 89 2170-2211 | | Fax.: +49 89 2170-2215 | |   | | Ansprechpartner: OStD Peter Allmansberger | | 089 2170-2210 | | peter.allmansberger@isb.bayern.de | |   |
| |   | | Landesinstitut für Schule und Weiterbildung | | | Paradieser Weg 64 | | 59494 Soest | | Tel.: 02921-683 1 | | Fax.: 02921-683 228 | |   | | Ansprechpartner: Ernst Thiemeyer | | 02921/683-254 | | Ernst.Thiemeyer@mail.lfs.nrw.de | |   |
| |   | | Wissenschaftliche Begleitung: | Institut für Wirtschaftspädagogik der Universität Paderborn | | | Warburger Straße 100 | | 33098 Paderborn | | Tel.: +49-5251-60 30-73 | | Fax.: +49-5251-60 30-68 | |   | | Ansprechpartner: Prof. Dr. Peter Sloane | | 05251 60-2371 | | Berndadette_Dilger@notes.uni-paderborn.de |
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